73. Jahrestag der Versenkung der „Wilhelm Gustloff“ mit über 9000 Opfern davon 5000 Flüchtlingskinder

Heute vor 73 Jahren, am 30.1.1945, sank das mit Flüchtlingen überfüllte Lazarett- und Vertriebenenschiff „Wilhelm Gustloff“, torpediert von einem sowjetischen U-Boot trotz eindeutiger Kennzeichnung und – entgegen oft kolportierter Erzählung – eingeschalteten Positionslichern.
Die Titanic war ein Unglück, aber diese Katastrophe war die größte in der Geschichte der Seefahrt. Das Gedenken an die über 9.000 Opfer, darunter mehr als 5.000 Kinder sowie tausende Frauen, Greise und Verwundete, die auf der Flucht aus Ostpreusen waren, darf auch heute nicht sterben.
 
Der Abschuss ist auch ein Kriegsverbrechen, an dass heute in den etablierten Medien nicht nur nicht mehr erinnert, sondern das sogar strukturell verschwiegen bzw. als gerechtfertigt hingestellt wird.
 
Allein das Gedenken gibt immer wieder Anlass zu deutschfeindlichen Protesten, die zeigen, dass wir in Deutschland eine erinnerungspolitische Wende benötigen, um auch den deutschen Opfern zu gedenken, deren strukturelles Verschweigen oder Verharmlosen ein Skandal für sich ist.
 
Hierzu nur zwei Beispiele:
 
1) Im August 2006 kam es zum Eklat, als Polen den Abzug der Gustloff-Glocke aus der Berliner Ausstellung „Erzwungene Wege“ forderte, was unter anderem von der Vorsitzenden des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach (CDU) scharf kritisiert wurde.
 
2) Am 65. Jahrestag am 30.1 2011, erkalierten die Proteste ebenfalls:
Die Enthüllung einer Gedenktafel in der Seemannskirche von Gdingen (Gotenhafen – Gedingen) / Westpreußen zur Erinnerung an die Opfer der von den Sowjets in den letzten Kriegstagen versenkten Passagierschiffe Gustloff (30.1.1945), Steuben (9./10.2.1945) und Goya (16.4.1945) mit über 20.000 Toten, hat offenbar ein häßliches Nachspiel. Die Parlamentarier Andrzej Jaworski und Zbigniew Kozak aus der Kaczynski-Partei “PIS” protestierten lautstark bei der Kirche gegen diesen Akt und verlangen die umgehende Entfernung der Gedenktafel, da sie einzig dazu diene die Unterschiede zwischen Opfer und Henker zu verschleiern.
 
„Opfer der Gustloff verdienen kein Denkmal“
 
In den Foren der polnischen Medien welche den Jaworski / Kozak Brief veröffentlichten, fanden die beiden antideutschen Parolen wenig Zustimmung. “Scham und Dreck” über diese Politiker”, “Ich wusste nicht, dass die Welt so viele Idioten beheimatet”, “Jaworowski und Co haben keine Ahnung von der Geschichte und outen sich jetzt als Verteidiger der Sowjets”, “Gemäß der PIS können Deutsche keine Opfer des Krieges sein ? Nur Briten, Polen und Russen ? Ich frage mich welche Geschichte sie hier schreiben wollen” – klagte man hier beispielsweise.